Am Montag, den 24.08.2015, besuchte der Arbeitskreis Gesundheit und Soziales der Jungen Union (JU) Köln das "Haus Adelheid" des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF). Dabei bekamen die interessierten Mitglieder nicht nur einen Einblick in die Arbeit des SKF vor Ort, sondern auch in die Geschichte des Sozialdienstes insgesamt und des Eltern-Kind-Hauses im Speziellen.

"Ich kann der Geschäftsführerin des SKF, Frau Kleine, nur ganz herzlich danken, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns zu empfangen und auf eine angenehme aber auch bewegende Art über das Haus zu berichten", erklärt der Leiter des AK, Simon Richrath. "Es hat uns alle sehr nachdenklich gestimmt, zu erfahren, welche tragischen Hintergründe manche der Frauen haben, die im Haus Adelheid unterkommen. Umso wichtiger ist es, dass es Einrichtungen wie diese gibt, um solchen Menschen und ihren Kindern eine Perspektive zu geben."

 

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Zudem hatten die AKler die Chance, sich vor Ort das Moses-Fenster, Kölns einziges Angebot zur anonymen Kindsabgabe, anzuschauen und mit der Leiterin vor Ort über die rechtlichen und vor allem auch ethischen Probleme zu diskutieren. "Ein solches Babyfenster einmal live zu sehen, macht die ganze Situation rund um die Babyklappen auf jeden Fall greifbar", stellt Simon Richrath fest. "Trotzdem bleibt es schockierend, sich vorzustellen, dass es in unserer Mitte zu Fällen kommt, in denen Frauen es als einzige Option sehen, ihr Kind anonym abzugeben." Auch die inzwischen bestehende Möglichkeit der vertraulichen Geburt, so viel wurde beim Besuch deutlich, bietet hier nur eine weitere suboptimale Lösung.

 

"Am Ende kann das Ziel nur sein, werdenden Eltern den Glauben daran zu vermitteln, dass die Elternschaft ein Geschenk und keine Bürde ist", ist sich Simon Richrath sicher. "Daran müssen wir als Gesellschaft arbeiten und uns am Ende messen lassen."

 

Somit endete der hochinformative Besuch nach 2 Stunden vor allem mit der Sicherheit, dass das Thema der Unterstützung junger Eltern uns alle noch lange begleiten wird. "Als AK Gesundheit&Soziales werden wir uns damit sicher auch weiter befassen", kündigt Simon Richrath an. "Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Eine kurze Mail an den AK reicht aus."

 

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